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Aktualisiert am 20.01.07

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LEGUANE

 

 

Zur Familie der Leguane (Iguanidae) zählt man derzeit über 700 verschiedene Arten. Ihre Körperlänge variiert zwischen nicht einmal zehn Zentimetern und über zwei Metern. Sie besiedeln von der Küste über den tropischen Regenwald bis hin zur Wüste beinahe jeden Lebensraum. Ihre Ähnlichkeit mit den Agamen ist eine Folge der Konvergenz (Anpassung von Tieren mit ganz unterschiedlicher Abstammung an einen bestimmten Lebensraum, die in der Evolution zu ähnlichem Körperbau führt). Viele Leguane besitzen auffällige Körperanhänge wie Kopfhelme, Kehlanhänge oder Rückenkämme, die meist der innerartlichen Kommunikation dienen. Zu den Leguanen zählt man die Unterfamilien der:

  • Stachelleguane
  • Kielschwanzleguane
  • Leguane
  • Basilisken
  • Anolis (mit über 300 Arten die größte Gruppe)

Einige Arten, die auch für den Anfänger geeignet sind, sollen nachfolgend kurz vorgestellt werden.

STECKBRIEFE:

Rotkehlanolis (Anolis carolinensis)

Größe: bis 20 cm

Kennzeichen: Haftlamellen und Zehen, Männchen mit Kehlwamme.

Verbreitung: von Kuba über USA (Florida) bis auf die Bahamas.

Biotop: auf  Bäumen und Sträuchern - Regenwaldterrarium.

Aktivitätszeit: tagaktiv.

Haltung: Männchen sind untereinander unverträglich (ausgeprägtes Territorial- verhalten!).  Temperatur 25-300C, nachts 20 0C, Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%. Als Futter: Grillen, Heimchen, Fliegen und -maden. Trinkwasser  wird von der Dekoration abgeleckt, daher sollte man einmal täglich sprühen oder einen Ultraschallvernebler anbringen. Für ein Männchen mit  zwei Weibchen Mindestanforderung 30x30x50 cm mit vielen Kletterästen und Pflanzen des Regenwaldes.

Vergesellschaftung: Goldstaub-Taggecko, amerikanischer oder chinesischer Laubfrosch.

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Ritteranolis (Anolis equestris)

Größe: bis 20 cm

Kennzeichen: Haftlamellen und Zehen, Männchen und Weibchen mit  einer rosa Kehlfahne.

Verbreitung: Kuba und USA (Florida).

Biotop: oben in den  Baumwipfeln.

Aktivitätszeit: tagaktiv.

Haltung: Achtung! Die Tiere können kräftig zubeißen! Temperatur 25-300C, nachts 21-25 0C, Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%. Als Futter: Grillen, Heuschrecken, Babymäuse.  Trinkwasser  wird von der Dekoration abgeleckt, daher sollte man einmal täglich sprühen oder einen Ultraschallvernebler anbringen. Für ein Männchen mit drei Weibchen ist die Mindestanforderung 100x80x150 cm mit vielen Kletterästen und robusten Pflanzen.

Vergesellschaftung: Großer Madagaskar Taggecko, Korallenfinger. Vorsicht! Zu kleine Exemplare werden u.U. gefressen.

Grüner Leguan (Iguana iguana)/EU-Anhang B

Größe: bis 180 cm!

Kennzeichen: Rücken mit einem Kamm bis zur Schwanzbasis.

Verbreitung: Karibik, Mittel- und Südamerika.

Biotop: In den Bäumen der Regenwälder, oft an Flüssen.

Aktivitätszeit: tagaktiv; kann,  als Jungtier gepflegt,  sehr zahm werden.

Haltung: Achtung! Bedenken sie, dass die Tiere sehr schnell heranwachsen und einen entsprechenden Platzbedarf  haben! Temperatur 25-300C, unter einem Strahler bis 35 0C, nachts 20-25 0C, Luftfeuchtigkeit zwischen 70-90%. Als Futter: Blattgemüse (keinen Kohl) und Früchte. Jungtieren und trächtigen Weibchen kann man bis zu 10% tierische Nahrung beimischen z.B. Insekten. Regenwaldterrarium mit sehr robusten Kletterästen, ohne Bepflanzung. Versteckplätze anlegen. Trinkwasserschale erwärmen und täglich wechseln. Für einen Wasserteil unbedingt einen Filter einsetzen. Für ein Männchen mit zwei Weibchen ist die Mindestanforderung 200x100x200 cm.

Vergesellschaftung: Tokeh und Agakröte.

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