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Aktualisiert am 20.01.07

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AMPHIBIEN

 

 

Vor mehr als 350 Millionen Jahren, im Zeitalter des Devon, gingen die ersten Wirbeltiere an Land. Aus ihnen entwickelten sich im Laufe der Evolution die Lurche bzw. Amphibien, die noch heute zumeist in den Übergangszonen zwischen Wasser und Land leben.  Die ca. 3000 Amphibienarten gehören zu den  drei Ordnungen:

  • Schwanzlurche (Caudata)
  • Blindwühlen (Gymnophiona)
  • Froschlurche (Salientia)

Schwanzlurche: Schwanzlurche (Molche und Salamander) kann man an ihrem gut ausgebildeten Schwanz erkennen. Mit Ausnahme der so genannten Armmolche, die im Südosten der USA leben und die keine Hinterbeine besitzen, haben alle Schwanzlurche sowohl Vorder-als auch Hinterbeine. Die meisten der etwa 300 Schwanzlurch-Arten leben auf der Nordhalbkugel unserer Erde. Vergleichsweise wenige Salamander und Molche leben in Afrika und Südamerika, in Australien und auf den indoaustralischen Inseln kommen sie gar nicht erst vor.

Blindwühlen: Blindwühlen sehen auf den ersten Augenblick eher wie Regenwürmer aus und nicht wie Lurche. Sie leben im feuchten Waldboden der tropischen und subtropischen Gebiete Afrikas, Mittel-und Südamerikas und in Asiens. Manche Blindwühlen leben sogar ständig im Wasser. Ihre Augen sind ganz zurück gebildet, dafür sind  Tast-und Geruchssinn viel besser und feiner entwickelt. Sie brauchen die Augen auch gar nicht für das Leben im Boden in völliger Dunkelheit, dafür sind die anderen Sinne viel wichtiger. Von den Blindwühlen sind etwa 160 Arten bekannt, davon werden die größten etwa 1,30 m lang und die kleinsten sind nur gerade mal 10 cm groß.            

Froschlurche: Die Froschlurche sind mit mehr als 2600 Arten die artenreichste Gruppe der Amphibien. Man gliedert die Ordnungen der Froschlurche in etwa 20 verschiedene Familien, von denen 5 auch hier bei uns in Deutschland vorkommen: Die Laubfrösche mit einer Art, die Teich- und Seefrösche, die Kröten mit drei Arten (Erd-, Kreuz-und Wechselkröte) und die Scheibenzüngler mit drei Arten (Rotbauchunke, Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte). Auch wenn die drei Ordnungen sehr verschieden sind, so sind ihnen doch bestimmte Merkmale gemeinsam, welche alle Amphibien kennzeichnen. Ihre vielfältigen Arten, vom afrikanische Goliathfrosch mit einer Körperlänge von 40 cm und weit mehr als 1,5 kg Gewicht bis zu dem nur 12-15 mm großem Zwergbaumsteiger, die unscheinbar gefärbte Erdkröte und ebenso die bunten Pfeilgiftfrösche Mittelamerikas, sind sofort an ihrer typischen Körper- und Beinform als Froschlurche zu erkennen. Froschlurche kommen, außer in extremen Wüsten (Außnahme ist der Kurzkopffrosch in der Namib-Wüste) und den Polargebieten, auf allen Erdteilen vor.

STECKBRIEFE:

Amerikanischer Laubfrosch  (Hyla cinerea)

Größe: bis 6 cm, gewöhnt sich schnell an die Fütterung am Tage.

Kennzeichen: grüne Grundfarbe, gelb - weißes Band an der Seite.

Verbreitung: Südosten der USA.

Biotop: Halbfeuchtes Terrarium mit vielen Kletterästen.

Aktivitätszeit: dämmerungs- und nachtaktiver Frosch.

Haltung: Temperatur 22-280C, Überwinterung bei 8-10 0C für drei bis sechs Wochen. Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%. Als Futter: Insekten und Spinnen. Trinkwasser in flacher Schale oder Wasser wird von der Dekoration abgeleckt, daher sollte man einmal täglich sprühen. Für ein Männchen mit zwei Weibchen Mindestanforderung 50x40x40 cm mit vielen Ästen und großblättrigen Pflanzen.

Vergesellschaftung: Chinesischer Laubfrosch, Rotkehlanolis (in der Literatur widersprüchlich!).

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Krokodilmolch  (Tylototriton verrucosus) Größe: bis 20  cm.

Kennzeichen: schwarze Grundfarbe mit orangem Muster und “Krokodilleisten” auf dem Rücken.

Verbreitung: Birma, Thailand, China.

Biotop: Regenwadterrarium mit Moos und Steinen.

Aktivitätszeit: dämmerungs- und nachtaktiver Molch.

Haltung: Temperatur 22-280C max., Überwinterung bei 15 0C für drei bis sechs Wochen. Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%.  Als Futter: Würmer, Nacktschnecken, Fliegenmaden und kleine Insekten.   Für ein Männchen mit  zwei Weibchen Mindestanforderung 40x40x40 cm mit Moosen und Steinen, Bodengrund feucht halten.

Vergesellschaftung: keine.

Korallenfinger (Litoria caerulea)

Größe: bis 12  cm, gewöhnt sich schnell an die Fütterung am Tage.

Kennzeichen: grüne Grundfarbe, gedrungener Körperbau, Hautfalten.

Verbreitung: Australien.

Biotop: Regenwaldterrarium mit  Kletterästen.

Aktivitätszeit: dämmerungs- und nachtaktiver Frosch.

Haltung: Temperatur 22-260C, Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%. Als Futter: Heimchen, Grillen, Käferlarven, Spinnen und Babymäuse. Gierige Fresser! Trinkwasser in flacher Schale oder Wasser wird von der Dekoration abgeleckt, daher sollte man einmal täglich sprühen. Für eine Kleingruppe mit sechs Tieren ist die Mindestanforderung 80x40x60 cm mit vielen Ästen und großblättrigen Pflanzen.

Vergesellschaftung: Chinesischer Laubfrosch, Rotkehlanolis (in der Literatur widersprüchlich!).

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Chinesischer Feuerbauchmolch   (Cynops orientalis)

Größe: bis 9 cm.

Kennzeichen: schwarze Oberseite, Unterseite orangerot.

Verbreitung: Ostchina.

Biotop: Aquaterrarium mit Moos und Steinen.

Aktivitätszeit: tagaktiver Molch.

Haltung: Temperatur 18-220C max., Überwinterung bei 10 0C für 10-12 Wochen auf dem Landteil. Luftfeuchtigkeit zwischen 70-90%.  Als Futter: Würmer, Nacktschnecken, Mückenlarven,  Fliegenmaden und kleine Insekten.  Mindestanforderung für eine Gruppe mit 10 Tieren 80x40x40 cm mit Moosen, Wurzeln und Steinen, Bodengrund feucht halten.

Vergesellschaftung: keine

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Grüner Wassermolch                                 (Notophthalmus viridescens)

Größe: bis 10  cm.

Kennzeichen: olivgrüne bis braune Grundfarbe mit orangeroten Seitenflecken.

Verbreitung: Nordamerika.

Biotop: Aquaterrarium mit Moos und Steinen.

Aktivitätszeit: tagaktiver Molch.

Haltung: Temperatur 18-220C max., Überwinterung bei 10 0C für einige Wochen auf dem Landteil. Jungtiere bleiben zwei Jahre an Land.  Als Futter: Mückenlarven, Würmer, Nacktschnecken etc.  Mindestanforderung für eine Gruppe mit 3-4  Tieren  50x30x30 cm mit Moosen, Wurzeln und Steinen auf dem Landteil, vielen Wasserpflanzen im Wasserteil.

Vergesellschaftung: (chinesische Rotbauchunke / in der Literatur widersprüchlich!)

Chinesische Rotbauchunke               (Bombina orientalis)

Größe: bis 6 cm.

Kennzeichen: “Anfängertier”, grüne Grundfarbe mit schwarzen Flecken, Unterseite gelb - rot mit dunklen Flecken. Bei Störungen werfen sie sich auf den Rücken.

Verbreitung: Nordkorea und China.

Biotop: Aquaterrarium mit Kletterästen.

Aktivitätszeit: tagaktiv.

Haltung: Temperatur 20 - 280C max., Überwinterung bei 5-15 0C für drei bis sechs Wochen. Luftfeuchtigkeit zwischen 60-80%.  Ungeheizter Wasserteil mit einem Filter, Landteil mit Sand und Torfmoos. Als Futter: Insekten und deren Larven sowie Würmer. Für ein Männchen mit  zwei Weibchen Mindestanforderung 50x40x40 cm.

Vergesellschaftung: Chinesischer Feuerbauchmolch.

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[REPTILIEN] [AMPHIBIEN] [Kleinsäuger]

Axolotl  (Ambystoma mexicanum / Cites Anhang B)

Größe: bis 30  cm.

Kennzeichen: dunkle Grundfarbe oft auch albinotische Exemplare. Besonderheit ist die Neotenie dieser Tiere, d.h. sie bleiben im Larvenstadium (mit Kiemen) und werden in diesem Geschlechtsreif. Außerdem können abgetrennte Gliedmaßen und Kiemen regeneriert werden. Werden bis zu 25 Jahre alt!

Verbreitung: nur wenige Seen südlich von Mexiko City.

Biotop: Aquarium.

Aktivitätszeit: mit Pausen zu jeder Zeit aktiv.

Haltung: Temperatur um 200C im Sommer und 5-100C im Winter. Als Futter: Würmer, Fleischstückchen sowie Mückenlarven.  Für eine kleine Gruppe mit zwei bis vier Tieren ist die Mindestanforderungein flaches Aquarium mit den Maßen  80x40x40 cm, das dicht mit Wasserpflanzen besetzt ist und auch Versteckmöglichkeiten bietet.

Vergesellschaftung: keine, zu gefräßig.

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